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Ausstellung

Das Jüdische Viertel

Vira Vaysberg

Das Jüdische Viertel

Als in Kiew geborene Künstlerin bin ich mit den Erinnerungen an das Massaker von Babyn Yar aufgewachsen. Dort liegt auch mein Onkel begraben. Der Werkzyklus Das Jüdische Viertel. 29.09 besteht aus verschiedenen Ölgemälden, die über die Jahre hinweg zum Gedenken an den 29. September 1941, den Jahrestag dieser Tragödie, entstanden sind. Für eine bildende Künstlerin ist es eine enorme Herausforderung, sich einem der schrecklichsten Verbrechen des Holocaust und dem größten Massengrab der Welt zu nähern. Man möchte weder in Naturalismus noch in falsche Sentimentalität verfallen, aber der Tragödie dennoch gerecht werden.
Ich habe mich dafür entschieden, mir die Kiewer Juden in den letzten Herbsttagen ihres Lebens vorzustellen. Ich dachte immer daran, dass ich eine von ihnen hätte sein können. Dieses Gefühl teile ich mit den meisten Kiewer Juden, von denen fast jede Familie ein Opfer zu beklagen hat und die Babyn Yar für immer als gegenwärtig empfinden.
Im Laufe der Zeit wurde der Zyklus um weitere Werke ergänzt. So entstand eine Bildreihe, in der das Thema Judentum im weiteren Sinne – als Weltwahrnehmung und als Schicksal – dargestellt wurde.
Der Kern des Zyklus von Ölgemälden ist Das Jüdische Viertel. 29.09 und bleibt dem Gedenken an die Opfer von Babyn Yar gewidmet. Die weiteren Werke umfassen jedoch auch eine Reihe anderer Ereignisse, Zeitgenossen und Orte.
Im Jahr 2012 wurde ein Teil der Ölbilder aus diesem Zyklus im Rahmen der Einzelausstellung Das Jüdische Viertel. Malerei von Vira Vaysberg im Scholem-Alejchem-Museum in Kiew, einer Filiale des Staatlichen Museums für Kiewer Geschichte, gezeigt. Seitdem gehören einige der ausgestellten Bilder dem Museum.

HINWEISE: Bitte stellen Sie die üblichen Ausstellungseinrichtungen wie Haken und Leisten bereit. Bei Bedarf bringe ich eigene mit.

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