Sharon Brauner singt Lieder auf Jiddisch von jüdischen Komponisten.
Von Tango bis Jazz – von damals bis jetzt
Begleitet wird sie von ihrem Pianisten Harry Ermer.
Die Berlinerin arbeitet seit ihrer Kindheit als Sängerin und Schauspielerin. Als Kind zweier Holocaust-Überlebender hat sie sich schon früh mit der leiser werdenden jiddischen Kultur und der dazugehörenden „Jiddischkeit“ beschäftigt – vor allem mit der Musik, die sich auch in bekannten nichtjiddischen Liedern jüdischer Komponisten finden lässt. Es war die Musik jener Komponisten und Texter, die längst assimiliert in der Moderne angekommen waren und die Kultur „ihres“ Landes mitprägten. Ob in der Heimat oder im Exil – überall finden sich Spuren jüdischer Seelen, die ihre Sehnsucht durch ihre Kunst auszudrücken vermochten und die Welt damit bereicherten. Das gesamte 20. Jahrhundert wäre ohne den Einfluss jüdischer Kreativer nur schwer vorstellbar. Sharon Brauner und ihr Pianist Harry Ermer greifen auf den umfangreichen musikalischen Fundus des 20. Jahrhunderts zurück und gestalten einen Abend vom Polnischen „Stetl“ nach Berlin und Wien, von Moskau nach Tel Aviv, von Miami nach Hollywood und vom Broadway nach Buenos Aires.
Sharon Brauner wandelt seit Jahren auf Pfaden vergangener Epochen und verschwundener Welten auf der Suche nach den Sehnsüchten, die noch immer gegenwärtig sind. Dabei hinterlässt sie längst selbst Fußspuren auf der Brücke der Erinnerungen in die Zukunft.