Literarisch-musikalische Komposition nach dem gleichnamigen Buch von Igor Hochlowkin.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion kommt der jüdische Schauspieler und Dichter Mark Danz mit seiner Familie für ein paar Tage nach London und fühlt sich in dieser berühmten Stadt „gefangen“… für mehrere Jahre! Bei dem Versuch, in einem fremden Land zu überleben, geraten die Familie und er in unerwartet dramatische, amüsante, sogar absurde Situationen und treffen Menschen mit außergewöhnlichen Schicksalen.
Das Programm spricht eines der drängendsten Probleme unserer Zeit an: Menschen, die ihre Heimat verloren haben.
Das Thema des Buches ist ernst, aber wie so oft im Leben geht das Ernste mit dem Witzigen Hand in Hand. Auch in unserem Programm ist viel Platz für Ironie, Humor und Satire – sowie Poesie und Musik (zu O. Mandelstam u. a.)!
ANSTELLE DES VORWORTS: Aus dem Tagebuch von Mark Danz.
Unglaublich! Am Morgen ein Anruf aus Berlin! Horst Werner, der Besitzer des Theaters Kleine Waldbühne lädt zum Gastspiel ein. Für drei Vorstellungen! Vor einem Jahr hat Horst zufällig meine Solo-Performance besucht. Er war überrascht und beeindruckt. Du spielst alleine Shakespeare?! Es waren Szenen aus Hamlet, Monologe aus Romeo … und Macbeth, mit Musik von Messiaen, Gedichten von Rilke und Pasternak … Und einem Sessel auf der Bühne. Der Zeitpunkt für den Anruf hätte nicht passender sein können! Wir haben bereits eine private Einladung nach London. Doch wir zögerten … das Geld ist knapp … Aber jetzt macht die Reise Sinn: Hamlet in Berlin zeigen! Wir wurden ganz überschwänglich. Vielleicht sogar auch in London? Oder noch besser! Was wäre, wenn wir aus London über den Ärmelkanal nach Paris aufbrechen, und von dort aus nach Berlin? Nach Berlin über Paris? Das wär’ doch was! Nach Berlin über Paris!!! Aber zuerst: London!
Musik von Marina Kalmykova.
Künstler:
Igor Hochlowkin – Rezitation;
Marina Kalmykova – Gitarre, Gesang, Rezitatzion;
Vadim Hohlovkin – Lesung, Regie